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Weisse Diamanten

Von vielen Luxusgütern und Investments hat der Diamant seinen Wert über die Zeit behalten  oder gesteigert.

Diamant Depot

Bei den selteneren Diamanten bestehen naturgemäss die besten Perspektiven einer positiven Wertentwicklung und somit eine gute Eignung zur Vermögensstreuung.

Fancy Color Diamonds

Farbdiamanten sind äusserst selten und wertvoll. Nur einer unter 100.000 Diamanten besitzt eine natürliche, intensive Farbigkeit und wird deshalb als “Fancy Color Diamond” bezeichnet.

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Diamanten 4C

Klare Kriterien bestimmen den Wert eines Diamanten

Über den Wert eines Diamanten entscheiden primär die 4 C

  • Carat (Gewicht)                             
  • Clarity (Reinheit)
  • Color (Farbe)
  • Cut (Schliff)

Daneben gibt es weitere Kriterien, die zwar seltener erwähnt werden, für Fachleute aber eine erhebliche Rolle spielen bei der Preisbestimmung. Um die maximale Brillanz eines Diamanten zu erzielen, spielen die Proportionen und bestimmte Abmessungen eine wichtige Rolle. Erst diese  weiteren Kennzahlen  erlauben eine genauere Bewertung eines Diamanten.

Carat

Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat angegeben. Ein Carat entspricht 0,2 Gramm. Da grössere Diamanten selten sind als kleine, steigt ihr Preis exponentiell mit zunehmender Grösse. Ein 2-Carat Diamant kostet somit deutlich mehr als zwei 1-Karat Diamanten.

Ein grosser Diamant mit schlechter Qualität kann jedoch erheblich billiger sein als ein kleiner Diamant mit ausgezeichneter Qualität. Empfehlung: erst ab 0.50 ct  investieren.

„Runde“ Carat-Zahlen sind sehr beliebt und deshalb teuer. Wer einen 1-Caräter kaufen möchte, sollte sich besser für 1.03 Carat als für 1.00 Carat entscheiden. Falls ein Diamant von 1.00 Carat eines Tages nachgeschliffen werden muss, fällt er unter die magische 1-Carat Grenze und verliert damit viel Wert.

Clarity

Das Kriterium Reinheit (Clarity) beschreibt die Sichtbarkeit von Einschlüssen. Während der Entstehung des Naturproduktes Diamant können andere Materialien oder Kristalle in einem Diamanten eingeschlossen werden. Dies macht ihn einmalig und wiedererkennbar.

Die Reinheitsbestimmung von Diamanten erfolgt unter der Lupe bei  zehnfacher Vergrösserung. Ist eine Diamant frei von inneren und äusseren Merkmalen, was sehr selten vorkommt, so spricht man von Lupenrein (FL, flawless).

Die zweithöchste Reinheitsstufe ist innen lupenrein (IF, internally flawless), also frei von inneren Merkmalen. Weitere Stufen wie vvs1, vvs2  und vs1, vs2 zeigen winzig kleine Einschlüsse, die nur von geübten Fachleuten zu erkennen sind. Gröbere Merkmale und Einschlüsse werden als  “imperfekt” und “pikiert” bezeichnet und sind auch für den Laien oft schon mit blossem Auge erkennbar. Ihre Brillanz ist schon erheblich beeinträchtigt.

Abk. Bezeichnung Beschreibung
FL Flawless
(lupenrein)
Lupenrein bei 10facher Vergrösserung  
IF Internally Flawless
(lupenrein)
Keine Einschlüsse bei 10facher Vergrösserung, bis auf mögliche Oberflächenspuren lupenrein
VVS1
VVS2
Very Very Small
Inclusions
Minimale Einschlüsse, bei 10facher Lupenvergrösserung nur sehr schwer erkennbar
VS1
VS2
Very Small
Inclusions
Sehr kleine Einschlüsse, bei 10facher Lupenvergrösserung nur schwer erkennbar
SI1
SI2
SI3
Small Inclusions Kleine Einschlüsse, bei 10facher Lupenvergrösserung leicht erkennbar, mit blossem Auge von der Krone her nicht erkennbar
P1 Piqué 1 Einschlüsse, bei 10facher Vergrösserung sehr leicht erkennbar, mit blossem Auge von der Krone schwer erkennbar, mindern die Brillanz jedoch nicht
P2 Piqué 2 Grosse und/oder zahlreiche Einschlüsse, mit blossem Auge von der Seite und von der Krone leicht erkennbar, mindern die Brillanz schwach
P3 Piqué 3 Grosse und/oder zahlreiche Einschlüsse, mit blossem Auge seitlich von der Krone her sehr leicht erkennbar, mindern die Brillanz deutlich

Der Reinheitsgrad ist in 12 Abstufungen unterteilt, von FL (flawless/absolut lupenrein),  bis PI3 (sehr leicht erkennbare Einschlüsse).

Color

Die Farbstufen eines Diamanten werden mit den Buchstaben D bis Z definiert. Es gilt grundsätzlich je heller der Stein desto wertvoller. Ein ganz reiner Diamant ist vollständig durchsichtig (farblos) und besitzt mit der Stufe D die wertvollste Farbstufe. Auch die Farben von D bis H gelten als farblos. Betrachtet man einen runden Brillant von oben (von der Tafel), so erscheint auch ein Farbton H noch als weiss. Ab der Farbe I werden die Steine zunehmend gelblicher.

Diamanten der Farbe D sind sehr selten und werden aufgrund ihres begrenzten Vorkommens zu Höchstpreisen gehandelt. Weniger als 1 % aller Diamanten sind farblos.

Farbskala GIA (Gemological Institute of America)

Geht es um die Wertigkeit, so spielt die Farbe eine dominierende Rolle, gefolgt von den Reinheitsstufen. Das bedeutet, im Zweifelsfall ist die höhere Farbstufe der höheren Reinheit vorzuziehen. Ein Diamantinvestment sollte „River“ (D, E) oder „Top Wesselton“ sein (F, G) sein.

CIBJO/IDC GIA Frühere Bezeichnung
Hochfeines Weiss + D River
Hochfeines Weiss E River
Feines Weiss + F Top Wesselton
Feines Weiss G Top Wesselton
Weiss H Wesselton
Leicht getöntes Weiss + I Top Crystal
Leicht getöntes Weiss J   Crystal
Getöntes Weiss + K Top Cape
Getöntes Weiß L Top Cape
Getönt 1-4 M-Z Von Cape bis Gelb

CIBJO - Confédération International de la Bijouterie, Joaillerie, Orfèvrerie des Diamantes
IDC - International Diamond Council
GIA - Gemological Institute of America Inc.

Cut (Schliff)

Der Schliff des Diamanten ist entscheidend für seine farbliche Brillanz. Selbst die höchsten Farb- und Reinheitsstufen nützen wenig, wenn der Stein das Licht nicht reflektiert. Erst der Schleifer perfektioniert den Rohdiamanten und verleiht ihm mit einem Idealschliff sein feuriges Funkeln und sein Höchstmass an Brillanz und Farbzerstreuung.

Für die Güteklasse (Graduierung) und die Auswirkung auf die Brillanz sind die Schliffqualität, die Proportionen, Flächen und Winkel eines Diamanten verantwortlich.

Der bekannteste Schliff ist der runde Brillant Schliff. Die Anzahl symmetrisch angelegter Facetten wie auch die Harmonie von Ober- und Unterteil spielen eine entscheidende Rolle für die Leuchtkraft  eines Diamanten.

Der runde Brillant-Schliff hat mindestens 57 Facetten: Tafel  / Oberteil mind. 32 Facetten / Unterteil mind. 24 Facetten. Je besser Schliff und Proportionen desto wertvoller ist der Diamant.

Relevant für die Schliffqualität sind der Reihe nach die Proportionen, die Politur und die Symmetrie. Die drei Kriterien werden auf einer fünfstufigen Skala zwischen "exzellent" und "poor" bewertet.

  • Exzellent  (hervorragend)                            
  • Very good (sehr gut)
  • Good (gut)
  • Fair (ziemlich gut)
  • Poor (gering)

Ein Diamant kann über eine gute Symmetrie verfügen aber schlecht proportioniert sein. Die Skizze zeigt den Lichtgang bei unterschiedlich proportionierten Brillanten.

Der Prozentwert der Gesamthöhe eines Diamanten (Gesamthöhe dividiert durch den Durchmesser) ist wesentlich für optimale Brillanz und Feuer.

Zu flache und zu hohe Schliffe beeinträchtigen den Glanz, weil zu viel Licht austritt. Der ideale Prozentwert für rund geschliffene Diamanten liegt zwischen 59% und 62%.

Proportion

Die Proportionen des Diamanten sagen aus, in welchem Verhältnis bestimmte Parameter zueinander stehen. Insbesondere die Höhe des Diamanten im Vergleich zum Durchmesser, sowie der Durchmesser der Tafel im Vergleich zum Durchmesser des Diamanten, bestimmen wie das Licht im Diamanten reflektiert wird. Ein gut proportionierter Diamant wird das Licht von einer Facette zur anderen reflektieren, streuen und das Oberteil (die Tafel) des Diamanten nach oben reflektieren.

Qualität der Proportionen („sehr gut“, „gut“, „mittel“ und „gering) in Anlehnung an den Vorschlag des International Diamond Council (IDC-Regeln)von 1978
 

Perfekt geschliffene Steine bewegen sich automatisch in einer höheren Preiskategorie, ergänzend zu anderen Merkmalen wie Einschlüssen oder Farbe.

 

 

Sehr gute Proportionen sind:

Tafelgrösse 56 bis 66%
Gesamthöhe 58 bis 60%
Oberteilhöhe 11 bis 15%
Unterteilhöhe 42 bis 45%
Rundistenstärke geringer als 3%

Mit der richtigen Tafelgrösse und der Tiefe wird die maximale Menge Licht im Diamanten reflektiert und in das Auge des Betrachters zurückgeworfen. Das ist das leuchtende Feuer des Diamanten wie wir es kennen. Die Brillanz des Diamanten ist von seinen Proportionen abhängig. Deshalb sind die Schliffqualität und die Proportionen von so enormer Wichtigkeit.

Rundiste

Die Rundiste sollte in einer Ebene liegen, mit blossem Auge allenfalls als feine Linie erkennbar sein. Sie sollten rundherum gleich stark sein, parallel zur Tafel und nicht wellig verlaufen. Je breiter die Rundiste ausfällt, desto mehr Licht geht verloren. Die optimale Dicke der Rundiste eines Brillanten muss zwischen Thin (Dünn) und Slightly Thick (Leicht dick) liegen. Rundisten können  mit Facetten versehen werden, manche erhalten auch eine Lasergravur mit Ihrer Zertifikatsnummer.

Kalette

Die Spitze des Diamanten besitzt die kleinste Facette, die so genannte Kalette. Die Form und Beschaffenheit der Kalette wirken sich auf die Brillanz und damit auch auf die Bewertung der Schliffqualität aus. Die Dicke der Kalette sollte vorzugsweise zwischen den  Klassifizierungen No Culet (Keine Kalette) bis Medium (Mittel) liegen. Im Idealfall existiert sie nicht und bildet eine perfekte Spitze. Der angegebene Wert ist dann „keine“.

Politur

Für die Bewertung der Politur zählt das

  • Vorhandensein von Polierstreifen
  • Vorhandensein von Kratzern oder Schrammen

Die Bewertung der Politur ist in mehrere Stufen unterteilt. Ein gut polierter Diamant erhält die Bewertungen von Exzellent, Sehr Gut und Gut. Eine ziemlich gute oder sogar schlechte Politur deutet auf ein Vorhandensein von mehr oder weniger ausgeprägten Polierstreifen, Kratzern oder Schrammen hin. Diese mindern den Glanz des Diamanten.

Symmetrie

Die Symmetrie beeinflusst die Lichtreflexion. Für die Bewertung der Symmetrie zählt

  • exaktes Zusammentreffen der Facetten
  • Symmetrie der Facetten
  • Vorhandensein zusätzlicher Facetten
  • Zentrierung der Kalette
  • Zentrierung der Tafel.

Mit der Symmetrie wird bewertet ob der Diamant regelmässig und symmetrisch geschliffen worden ist. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass sich die Kalette nicht in der Mitte des Diamanten befindet oder dass die Facetten des Oberteils nicht exakt mit den Facetten des Unterteils zusammenfallen.

Fluoreszenz

Unter ultraviolettem Licht können manche Diamanten eine unterschiedlich starke Fluoreszenz aufweisen. Die Bandbreite reicht von „keine“ bis zu „sehr stark“. Es kann zu einem Leuchten in verschiedensten Farben kommen, am häufigsten jedoch blau-violett. Eine leichte Fluoreszenz beeinträchtigt das Aussehen und den Wert eines Diamanten nicht. Wenn die Fluoreszenz jedoch stark ist, kann diese den Diamanten im Sonnenlicht trüb erscheinen lassen. Eine starke Fluoreszenz bedingt, dass der Diamant einen geringeren Wert hat.

Bezeichnung Erklärung
None keine Fluoreszenz
Very slight keine Fluoreszenz
Slight schwach
Faint geringfügig
Medium mittel
Strong stark
Very strong sehr stark

Fluoreszenz-Stufen (IGI)

Eine starke Fluoreszenz kann dem Diamanten seinen ganz eigenen Charme verleihen. Bei Farbdiamanten wirkt sie sich im Vergleich zu "farblosen" Diamanten eher positiv aus, da deren Attraktivität und Wert damit deutlich gesteigert werden kann.